Tempo bei der Projektumsetzung bleibt weiter hoch

Zanders Gelände Drohnenaufnahme Impulsquartier
Das Projektmodul "Impulsquartier" ist ein erster Meilenstein des Projektes "Konversion Zanders-Gelände in Bergisch Gladbach". Es umfasst den Umbau des nördlichen Geländebereichs, der an die Innenstadt grenzt. Das Modul hat am 24.5.2023 den A-Status des Lenkungsausschusses der REGIONALE 2025 erhalten. Fotonachweis: Stadt Bergisch Gladbach


Starke Impulse für das Leben im Bergischen RheinLand hat der Lenkungsausschuss der REGIONALE 2025 am 24. Mai 2023 gesetzt: Vier Vorhaben wurden vom Gremium hochgestuft und zwei innovative Projekte neu in den Qualifizierungsprozess aufgenommen. Die Entscheidung zeigt, wie passgenau das Landesstrukturprogramm die Vorhaben an den Bedürfnissen des Projektraums ausrichtet.

Dabei fokussieren die Projekte die beiden REGIONALE-Kernthemen Konversion/Transformation und Ressourcen in besonderer Weise und sind damit Vorbilder im Hinblick auf den klugen Umbau von brachliegenden Flächen und Gebäuden sowie den klimaschonenden Einsatz von regionalen Ressourcen. Einen wichtigen Startschuss gab es für das Projekt Konversion des Zanders-Areals in Bergisch Gladbach, dem bedeutendsten Konversionsvorhaben im Bergischen RheinLand. Das Gremium verlieh dem Impulsquartier als erstem Modul den A-Status. Es umfasst den Umbau des nördlichen Geländebereichs, der an die Innenstadt grenzt. Mit der Realisierung werden Erfahrungen gesammelt, die für die Entwicklung des Gesamtgeländes von großer Bedeutung sind. Ziel des Moduls ist die Öffnung und Gestaltung von einzelnen Gebäuden und Flächen. Dadurch wird eine Anbindung an das Zentrum und eine öffentliche Nutzung für die Bürger*innen ermöglicht. Im Fokus steht die Zentralwerkstatt, die während der laufenden Konversion als Informationsstelle dient und perspektivisch zum multifunktional nutzbaren Zentrum des neuen Stadtquartiers entwickelt wird. Zudem wird im Bereich des alten Gleisparks ein Grüngürtel entstehen, der die Innenstadt mit dem Konversions-Areal verbindet.

Verbesserte Nahmobilität und ressourcenschonende Gestaltung des öffentlichen Raums
Meilensteine verbuchten auch die beiden Projekte Schnellbusse im Bergischen RheinLand und  Zirkuläres Bauen und Klimawandelanpassung im öffentlichen Raum in Lindlar. So erhielt die Schnellbuslinie SB X, die ab August 2023 Leverkusen mit Wermelskirchen im Rheinisch-Bergischen Kreis verbindet, vom Lenkungsausschuss den A-Status. Für Fahrgäste ergibt sich neben einer verkürzten Fahrzeit auch noch eine bessere Flächenabdeckung, da die Strecke der SB X sich teilweise mit der Streckenführung der nachfragestarken Buslinien SB 24 und 260 überschneidet.

Grund zur Freude gab es auch in der Gemeinde Lindlar. Hier wurde dem Schul- und Kulturzentrum als erstem Modul des Projektes „Zirkuläres Bauen und Klimawandelanpassung im öffentlichen Raum in Lindlar“ der A-Status verliehen. Geplant ist, die versiegelten Flächen vor dem Schul- und Kulturzentrum behutsam aufzubrechen, eine Fußgänger- und Radfahrer-Promenade anzulegen und die Stellplätze neu anzuordnen. Neben der Verlagerung der Bushaltestelle wird auch der Schulhof mehr Grün erhalten und Regenwasser durch ein neues Wassermanagement besser versickern können. Vorbildlich: Für die Umbauarbeiten werden Baustoffe und Rohstoffe wiederverwendet, die unter anderem durch den Rückbau direkt vor Ort sowie von anderen Gebäuden und Straßen gewonnen wurden. Das Projekt trägt damit wesentlich zum REGIONALE-Kernthema Ressourcen bei und wird in Kooperation mit dem REGIONALE-Projekt :bergische rohstoffschmiede umgesetzt, das sich auf :metabolon unter anderem mit dem Recycling von Baustoffen beschäftigt. Insgesamt bedeutet die Umsetzung des Projekts einen wichtigen Schritt auf dem Weg hin zu einem klimabewussteren Umgang mit den heimischen Ressourcen und könnte als Blaupause für andere Kommunen im Bergischen RheinLand dienen.


Das Schul- und Kulturzentrum wird als erstes Modul im Rahmen des REGIONALE-Projektes „Zirkuläres Bauen mit recycelten Baustoffen im öffentlichen Raum in Lindlar“ umgesetzt. Es hat am 24. Mai 2023 den A-Status vom Lenkungsausschuss der REGIONALE 2025 erhalten. Fotonachweis: Gemeinde Lindlar

Erfolgreich weiterqualifiziert wurde auch das Projekt Perspektive Laubwald im Bergischen RheinLand, dem die Hochstufung vom C- in den B-Status gelang. Das Projekt strebt eine Neuausrichtung in der Laubwaldbewirtschaftung im Bergischen RheinLand an. In Kooperation mit zahlreichen Partnern sollen die Laubwälder als wichtige Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten erhalten werden und gleichzeitig geeignete Vermarktungs- und Verarbeitungsmöglichkeiten für die zentrale Ressource Holz entwickelt werden.

Neue Projekte sind Teil der Aktivierungsprozesse
Ein starkes Signal für die Energiewende setzt das Projekt Freiflächen-PV im Oberbergischen Kreis, das vom Lenkungsausschuss neu in den Qualifizierungsprozess der REGIONALE aufgenommen wurde. Im Rahmen des Projektes soll auf einer landwirtschaftlich genutzten Fläche eine Photovoltaik-Anlage installiert werden, um Wärme und Strom aus erneuerbarer Energie zu produzieren und gleichzeitig einen Lebensraum für Flora und Fauna zu schaffen. Ziel ist es, eine Perspektive für den Ausbau regenerativer Energien in Mittelgebirgsregionen aufzuzeigen und einen Beitrag zum Erhalt der typischen Kulturlandschaft zu leisten. Bei dem Vorhaben handelt es sich um ein Pilotprojekt, das aus dem Aktivierungsprozess Alles Ressource! Ressourcenlandschaft im Bergischen RheinLand hervorgegangen ist. Mit dem C-Status ausgezeichnet wurde auch das Vorhaben Ehemalige Synagoge Ruppichteroth. Ziel des Projektes ist es, die ehemalige Synagoge in der Ortsmitte umzunutzen und sie zu einem lebendigen Erinnerungsort zu entwickeln. Geplant ist neben einer Gedenkstätte auch einen Ort für Kultur-, Bildungs- und Tagungsveranstaltungen zu schaffen. Neben der Synagoge soll zudem ein Begegnungsort für die Menschen der Gemeinde entstehen. Die ehemalige Synagoge ist ein Baustein des REGIONALE-Projektes Erholungs- und Erlebniskorridor Bröltal und als Pilotprojekt in den Aktivierungsprozess Das Gute Leben selbst gemacht! Knotenpunkte des öffentlichen Lebens im Bergischen RheinLand eingebettet.


Im Rahmen des Projektes soll die ehemalige Synagoge von Ruppichteroth wieder zu einem lebendigen Ort werden, an dem Begegnung und Dialog stattfinden können. Fotonachweis: REGIONALE 2025

Baustart in Burscheid und Chancen auf EFRE-Förderung für REGIONALE-Projekte
Insgesamt befinden sich nun 71 Projekte in der aktiven Qualifizierung. Ein Blick auf die A-Projekte zeigt, dass die Realisierung weiter voranschreitet, insbesondere im Bereich Konversion. Einen Meilenstein konnte das Projekt Haus der Kulturen in Burscheid verzeichnen. Hier sind am 11. April 2023 die Bauarbeiten am Haus der Kunst gestartet, das in den kommenden Monaten zu einem multifunktionalen Begegnungsort umgestaltet wird. Auch in Hückeswagen geht es voran. Hier wurde am 5. Mai 2023 das Altstadtbüro für das Projekt Transformation Schloss und Altstadt Hückeswagen eröffnet. Bürger*innen können vor Ort bei den Stadtteilmanagerinnen Ideen und Anregungen zum Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) einreichen. Das Altstadtbüro fungiert als Schnittstelle zwischen der Stadt und den Bürger*innen und begleitet unter anderem die baulichen Maßnahmen.

Seit dem 11. April 2023 wird in Burscheid das Haus der Kunst zum Haus der Kulturen umgebaut. Fotonachweis: Stadt Burscheid

Gute Nachrichten gab es für die Projekte Innovation Hub Bergisches RheinLand und Denkschmiede Hennef: In der ersten Runde des Projektaufrufs „Regio.NRW – Transformation“ aus dem EFRE/JTF-Programm NRW 2021-2027 wurden sie als Teil von 33 innovativen Projekten aus allen Regionen des Landes zur Förderung empfohlen. Auch das Projekt Grenzenlos – Touristische Infrastruktur nachhaltig managen, ein gemeinsames Vorhaben der REGIONALE 2025 Bergisches RheinLand und REGIONALE 2025 Südwestfalen, hat Chancen auf Förderung im Rahmen des EFRE/JTF-Programm NRW 2021-2027. Es wurde in der ersten Runde des Projektaufrufs „Erlebnis.NRW – Zukunft von Kultur, Natur und nachhaltigem Tourismus gestalten“ von der Jury zur Förderung empfohlen. Ob die drei REGIONALE-Projekte Mittel aus dem EFRE erhalten, hängt von einem Folgeantrag ab, den die Projektträger im nächsten Schritt ausarbeiten und einreichen müssen. 

Zurück zur Übersicht  

REGIONALE 2025 Agentur GmbH

An der Gohrsmühle 25
51465 Bergisch Gladbach

info_at_regionale2025.de
Telefon: +49 (0)2202 23 56 58 - 0
Fax: +49 (0)2202 23 56 58 - 9

Abonnieren Sie unseren Newsletter

© REGIONALE 2025 AGENTUR GmbH