70 Ehemalige Synagoge Ruppichteroth

Projektbeschreibung

Aufgrund der Lage und Struktur von Ruppichteroth ist es eine große Aufgabe, ein gemeinsames dörfliches Leben in Ruppichteroth jeweils vor Ort zu entwickeln und dabei eine verbindende Identität herzustellen. Es gibt zu wenig Treffpunkte, an denen sich die Menschen begegnen und austauschen können. Das ist umso bedauerlicher, weil die dörflichen Traditionen und das bürgerschaftliche Engagement in der Gemeinde einen hohen Stellenwert besitzen. Genau hier setzt die REGIONALE an und will wieder vermehrt sogenannte „Knotenpunkte des öffentlichen Lebens“ schaffen. Hierfür eignet sich besonders die ehemalige Synagoge, die zwischen dem Ober- und Unterdorf liegt.

Die ehemalige Synagoge befindet sich im Eigentum der Gemeinde. Sie zu reaktivieren ist eine Idee, die aus der Bürgerschaft heraus entstanden ist. Mit Hilfe der REGIONALE soll das Gebäude eine öffentliche Anlaufstelle werden, um das Dorfleben im Hauptort zu bereichern. Für die mittelfristige städtebauliche Entwicklung sollen die ehemalige Synagoge und ein Begegnungsort wichtige Impulse setzen und das soziale und kulturelle Leben in Ruppichteroth bereichern.

Mit dem Projekt soll die Synagoge reaktiviert und zu einem lebendigen Erinnerungsort der jüdischen Gemeinde entwickelt werden. Zum anderen soll ein Begegnungsort in unmittelbarer Nachbarschaft eingerichtet werden, an dem sich Menschen austauschen und vernetzen können. Das Angebot soll sich an den Bedürfnissen der Menschen im Ort orientiert. Dabei sollen Vereinsaktivitäten mit religiösem Leben, Kultur und Bildung verknüpft werden. Mögliche Maßnahmen zur baulichen Umsetzung wurden im Rahmen einer Machbarkeitsstudie untersucht und identifiziert.

Im November 2023 wurden in einer Ideenwerkstatt mit allen Partner*innen aus der Gemeinde, örtlichen Vereinen und engagierten Ruppichterother*innen, der Synagogen-Initiative und Partner*innen aus der Wirtschaft an den Themen Projektprofil, Mitmacher*innen, Projektträgerschaft und Finanzierung gearbeitet.

Durch die Haushaltslage der Gemeinde entstand ab dem Frühsommer 2024 eine „Denkpause“, die dazu genutzt wurde, aus dem Kreis der örtlichen Wirtschaft (Sparkasse, Volksbank, Gemeindewerke, der Wirtschaftsvereinigung „Schaufenster Ruppichteroth“, Einzelunternehmer*innen) mögliche Ankerpartner*innen auch bei der Finanzierung baulicher Investitionen zu gewinnen.

Im Wintersemester 2023/24 entwickelten Studierende der Alanus Hochschule Bonn/Alfter erste Ideen für eine städtebauliche und architektonische Realisierung des Projekts. Im Spätsommer 2024 hat die Gemeinde mit Unterstützung insbesondere des Rhein-Sieg-Kreises ein Architekturbüro (raumwerk.architekten Köln) mit einer architektonischen Machbarkeitsstudie beauftragt. Parallel dazu wurden erste Gespräche über Finanzierungs- und Förderoptionen geführt.

Mit diesen Zielsetzungen adressiert das Projekt das REGIONALE-Zukunftsthema „Weiter geht’s!“.. Gleichzeitig ist das Vorhaben als Pilotprojekt in den Aktivierungsprozess Das Gute Leben selbst gemacht – Knotenpunkte des öffentlichen Lebens im Bergischen RheinLand und das gleichnamige Zukunftsthema eingebettet.

 (Stand Januar 2026)

Synagoge Ruppichteroth Außenansicht
Im Rahmen des Projektes soll die ehemalige Synagoge von Ruppichteroth wieder zu einem lebendigen Ort werden, an dem Begegnung und Dialog stattfinden können. Fotonachweis: REGIONALE 2025

Projektträger

  • Gemeinde Ruppichteroth

Standort, Kommune

  • Ruppichteroth, Rhein-Sieg-Kreis

Zukunftsthema REGIONALE 2025

  • Das Gute Leben selbst gemacht!

Projektstand

  • C-Status