Fokussiert: Der Aktivierungs- und Transferprozess Alles Ressource!

Vernetzung AP Ressourcen Kongress 2022
Mit den Aktivierungsprozessen „Alles Ressource! Ressourcenlandschaft im Bergischen RheinLand“ sollen neue Kooperationen zwischen Akteur*innen und Projektträger*innen angestoßen und Pilotprojekte initiiert werden. Fotonachweis: REGIONALE 2025 Agentur


Mit den Aktivierungs- und Transferprozessen initiiert die REGIONALE 2025 aktuell Beispielprojekte, die Antworten auf relevante Zukunftsfragen im Projektraum liefern. Im zweiten Teil der Artikelreihe stellt der REGIONALE-Newsletter den Prozess Alles Ressource! Ressourcenlandschaft im Bergischen RheinLand vor.

Unterschiedliche Akteure besser vernetzen und kluge Vorhaben im Bergischen RheinLand umsetzen: Die drei Aktivierungs- und Transferprozesse der REGIONALE bringen neuen Schwung in die Projektentwicklung und damit in die Zukunftsgestaltung der Region. Die REGIONALE-Kernthemen werden dabei über die drei Prozesse

  • Alles Ressource! Ressourcenlandschaft im Bergischen RheinLand
  • Weiter geht’s! Bestände weiterdenken, weiterentwickeln, weiternutzen im Bergischen RheinLand
  • Das Gute Leben selbst gemacht! Knotenpunkte des öffentlichen Lebens im Bergischen RheinLand

abgebildet. Die Aktivierungs- und Transferprozesse werden in enger Kooperation mit den Gesellschaftern der REGIONALE 2025, dem Rheinisch-Bergischen Kreis, dem Rhein-Sieg-Kreis, dem Oberbergischen Kreis und dem Region Köln/Bonn e.V. durchgeführt.

Das Ziel ist die Erarbeitung von konkreten Projektvorhaben und die Weiterentwicklung von bereits im Qualifizierungsprozess aufgenommenen Projekten. Das gilt besonders für den Prozess Alles Ressource! Ressourcenlandschaft im Bergischen RheinLand, der von Anfang 2022 bis Ende März 2023 aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE 2014-2020) gefördert wurde und Teil des REGIONALE-Handlungsfelds Ressourcenlandschaft ist. Der Prozess wird aktuell durch die REGIONALE 2025 Agentur und die drei Kreise weitergeführt. Denn der effiziente Umgang mit heimischen Ressourcen ist angesichts des Klimawandels eines der wichtigsten Themen im Bergischen RheinLand. Hier setzt der Prozess an und initiiert Impulsprojekte entlang der Themenlinien Zirkuläre Wertschöpfung, Ressourcenschonendes Bauen, Nachhaltiges Wassermanagement, Dezentrale Energiesysteme, Grüner Wasserstoff und Regionale Lebensmittel. Basis des Aktivierungsprozesses bildet die Grundlagenstudie Ressourcen. Neben der Projektentwicklung geht es im Prozess um die Vernetzung und die Zusammenarbeit von relevanten Akteur*innen. Dies geschieht über verschiedene Austauschformate wie Werkstätten, Themenabende oder Exkursionen, bei denen sich Akteur*innen austauschen und ihr Wissen teilen.


Neben Wasser, Wald oder Grauwacke ist Grünland (Foto) eine der wichtigsten Ressourcen des Bergischen RheinLandes.
Fotonachweis: REGIONALE 2025 Agentur

Erneuerbare Energien und innovative Ansätze im Fokus
Im Rahmen des Prozesses haben sich mittlerweile fünf Impulsprojekte herauskristallisiert. Dabei handelt es sich um thematische Ideen, die vielversprechend sind, aber noch am Anfang ihrer Entwicklung stehen. Die Projektideen zeigen bereits erste Umsetzungsperspektiven auf und haben daher die Chance, zeitnah in den Qualifizierungsprozess der REGIONALE 2025 aufgenommen zu werden. Sie fokussieren jeweils Schwerpunkte und Leitlinien, die im Handlungsfeld Ressourcenlandschaft verankert und deshalb für den Raum von besonderer Bedeutung sind. So soll mit der Projektidee „Hybride Flächennutzung für Erneuerbare Energien/Floating-PV“ beispielsweise die Erschließung neuer Energiepotenziale vorangetrieben werden, indem eine schwimmende PV-Anlage auf einem Wasserkörper etabliert wird. Hierbei wird insbesondere auf die Vereinbarkeit mit dem Naturschutz geachtet.  

Mit dem möglichen Impulsprojekt „Energiekluge Dörfer und Quartiere“ sollen hingegen ganze Dörfer oder bestehende Quartiere ganzheitlich auf eine effiziente, dezentrale und kreislauforientierte Energieversorgung umgestellt werden. Dabei geht es einerseits um die Entwicklung kluger Konzepte als auch um die Umsetzung von integrierten Systemen, die Energieaspekte wie Erzeugung, Speicherung, Verteilung, Flexibilisierung und Einsparung im Verbrauch berücksichtigen. Auch eine Koppelung, etwa mit dem Mobilitätssektor, ist denkbar.

Weitere Impulsprojekte im Aktivierungsprozess – „Wertstoffhöfe der Zukunft“, „Zukunft Kunststoff im Bergischen RheinLand“ und „Wasserkompetente Siedlungsräume im Bergischen RheinLand“ – beschäftigen sich mit zukunftsfähigen Ansätzen für die Themen Kreislaufwirtschaft und Wassermanagement.

Bestehende Projekte profitieren von der Arbeit im Aktivierungsprozess
Daneben profitieren auch Vorhaben, die sich bereits im Qualifizierungsprozess der REGIONALE befinden. Denn durch den Austausch von Akteur*innen und Projektträger*innen in Netzwerkveranstaltungen entwickeln sich auch diese Projekte weiter und können geschärft werden. Das gilt für eine Vielzahl von Projekten, die sich jeweils in unterschiedlichen Entwicklungsstadien befinden und verschiedene Leitlinien der Handlungsfelder Ressourcenlandschaft und Fluss- und Talsperrenlandschaft  adressieren. So nehmen die Projekte Regionales Wertschöpfungszentrum/Food Hub im Bergischen RheinLand, Dorfzentrum Leuscheider Land und Rheinische Obstwiesen vorrangig die Verarbeitung und Vermarktung regionaler Lebensmittel in den Blick. Die Vereinbarkeit von Naturschutz- und Freizeitanforderungen steht bei der Teichlandschaft Lohmarer Wald im Vordergrund, während der Grüne Mobilhof in Bergisch Gladbach eine nachhaltige und CO2-arme Mobilität im Raum etabliert. Die Wasserkompetenz stärken und für die Gewässerlandschaft im Bergischen RheinLand sensibilisieren, hat sich das Vorhaben :aqualon 2.0 auf die Fahnen geschrieben. Im Fokus steht das Einzugsgebiet der Dhünn, das zu einem landesweiten Modellraum für innovative Wasser- und Raumentwicklung aufgebaut werden soll.

Durch den engen Austausch im Aktivierungsprozess und Kooperationen profitieren weitere REGIONALE-Vorhaben, beispielweise das Projekt Perspektive Laubwald. So konnte das Projekt weiter konkretisiert werden und erhielt vom Lenkungsausschuss der REGIONALE am 24. Mai 2023 den B-Status. Wertschöpfungskreisläufe für regionale Produkte auf- und ausbauen sowie Wissen über und für nachhaltige Ressourcennutzung vermitteln sind wichtige Zukunftsaufgaben, die im Rahmen des Projektes :bergische rohstoffschmiede – Hub für zirkuläre Wertschöpfung bereits erfolgreich bearbeitet werden. Mit dem „Pilot zur :bergischen rohstoffschmiede“ befindet sich das erste Modul des Projektes auf der Zielgerade und demonstriert den Aufbau des Bergischen RheinLandes zu einem Kompetenzstandort für zirkuläre Wertschöpfung über die Grenzen hinaus. Einen Einblick ins Projekt gibt es in diesem Video.


Die :bergische rohstoffschmiede wird auf dem Gelände von :metabolon umgesetzt und wird Forschung sowie Wissensvermittlung im Bereich innovative Stoffkreisläufe und Ressourcenverwertung ermöglichen. Bildnachweis: REGIONALE 2025 Agentur

Förderoptionen für innovative Pilotprojekte
Die bestehenden Projekte sowie die Impulsprojekte zeigen, wie breit gefächert das Themenspektrum im Aktivierungsprozess ist. Auch dieser Prozess ist auf mehrere Jahre ausgelegt und forciert innovative Lösungen für die aktuellen Herausforderungen im Projektraum. Insbesondere der Umgang mit der heimischen Ressourcenlandschaft erfordert kluge Ideen und zukunftsfähige Ansätze – Experimentieren und Ausprobieren ist gewünscht. Fördermöglichkeiten für spannende Modellprojekte sind insbesondere durch den EFRE 2021-27 gegeben. Die REGIONALE 2025 Agentur sucht vor diesem Hintergrund auch in den kommenden zwei Jahren Projektideen, die im Aktivierungsprozess „Alles Ressource!“ einen Beitrag zur Ressourcenlandschaft im Bergischen RheinLand leisten. Potenzielle Projektträger können sich mit ihrer Idee und für Informationen bei REGIONALE-Projektmanagerin Vanessa Müller (Telefon: 02202 235658-4, E-Mail: mueller_at_regionale2025.de) melden.

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