Siebte Sitzung des Politischen Beirats der REGIONALE 2025 im KulturForum Burscheid

Über 70 politische Mandatsträger*innen und Verwaltungsmitarbeiter*innen aus dem Bergischen RheinLand kamen am 4. März 2026 zur siebten Sitzung des Politischen Beirats der REGIONALE 2025 zusammen. Veranstaltungsort war das neu eröffnete KulturForum in Burscheid, das im Rahmen der REGIONALE zu einem multifunktional nutzbaren Ort für Kultur, Begegnung und Veranstaltungen entwickelt wurde. Bereits vor Beginn der Sitzung hatten die Gäste Gelegenheit, das Gebäude bei einer Besichtigung kennenzulernen.
Zum Auftakt begrüßten Marc Baack, Kämmerer und Beigeordneter der Stadt Burscheid, sowie Arne von Boetticher, Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises, die Teilnehmer*innen. In seiner Ansprache würdigte von Boetticher insbesondere die interkommunale Zusammenarbeit zwischen Burscheid und Wermelskirchen. Grundlage dafür ist der gemeinsame Kulturentwicklungsplan (KEP), der die Kulturlandschaft in der Region stärkt. Mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Rheinisch-Bergischen Kreises wurde 2023 ein interkommunales Kulturmanagement etabliert, das auf den Ergebnissen des Integrierten Kommunalen Entwicklungs- und Handlungskonzepts (IKEHK) 2030 aufbaut. Daraus sind bereits konkrete Projekte hervorgegangen – darunter das KulturForum in Burscheid sowie ein gemeinsamer Veranstaltungskalender für beide Städte.

Arne von Boetticher, Landrat Rheinisch-Bergischer Kreis, begrüßte die Gäste. Fotonachweis: REGIONALE 2025 Agentur/Julia Holland
Erfolgreicher Präsentationszeitraum
Im Anschluss informierte Dr. Reimar Molitor, Geschäftsführer der REGIONALE 2025 Agentur, über den aktuellen Stand des Landesstrukturprogramms. In seinem Überblick über den bisherigen Präsentationszeitraum hob Molitor die große Zahl realisierter Projekte hervor: Insgesamt 36 Vorhaben befinden sich aktuell in der konkreten Umsetzung. Zugleich betonte er, dass auch nach dem offiziellen Laufzeitende der REGIONALE weiterhin Chancen für die Umsetzung von Projekten bestehen. Das Bergische RheinLand habe „weiter Lust auf Zukunft“ – ein Engagement, das sich besonders im Präsentationsjahr mit seinen zahlreichen Projektveranstaltungen deutlich zeige.

Unter den Gästen waren auch zahlreiche Bürgermeister*innen aus dem Bergischen RheinLand. Fotonachweis: REGIONALE 2025 Agentur/Julia Holland
Einblicke in die Projektlandschaft
Im weiteren Verlauf der Sitzung erhielten die Mitglieder des Politischen Beirats Einblicke in verschiedene REGIONALE-Projekte aus der Region. Im Gespräch mit Thomas Kemme stellte Dino Küster von der Stadt Wermelskirchen die Planungen für das Rhombus-Areal vor und berichtete über den aktuellen Projektfortschritt. Dr. Christian Weingarten von der Christlich-Ökologischen Wohngemeinschaft (CÖW eG) präsentierte das Projekt „Gemeinschaftliches und ressourcenkluges Wohnen in Bergisch Gladbach“. Das innovative Vorhaben denkt gemeinschaftliches Wohnen im Rahmen einer Genossenschaft neu. Im Fokus stehen ressourcenschonendes Bauen, Klimawandelanpassung sowie großzügige Gemeinschaftsflächen, die private Wohnflächen reduzieren und gleichzeitig flexibel auf unterschiedliche Bedarfe reagieren können. „Genossenschaft ist für uns die sozialste Wohnform, die wir uns vorstellen können“, betonte Weingarten. Der Spatenstich für das Projekt ist für den 12. März 2026 geplant.
Regina Rosenstock vom Rhein-Sieg-Kreis stellte das REGIONALE-Projekt „Teichlandschaften Lohmarer Wald“ vor. Sie unterstrich die Bedeutung des 226 Hektar großen Gebiets als wertvolles Naherholungsgebiet, das zugleich einen hohen Schutzwert besitzt. Eine Vielzahl von Akteuren arbeitet hier eng zusammen, darunter die Städte Lohmar und Siegburg, der Rhein-Sieg-Kreis, der Landesbetrieb Wald und Holz, die Biologische Station Rhein-Sieg-Kreis e.V. sowie die Fischzucht Pilgram GmbH.
Aus dem Oberbergischen Kreis berichtete Nicole Mirgeler von der Gemeinde Lindlar über das Projekt „Zirkuläres Bauen und Klimawandelanpassung im öffentlichen Raum“. Ziel ist es, öffentliche Räume attraktiver zu gestalten und dabei verstärkt wiederverwendete beziehungsweise recycelte Baustoffe einzusetzen. Gleichzeitig werden Maßnahmen zur Anpassung an die sich verändernden klimatischen Bedingungen integriert. Mit dem Spatenstich am Schul- und Kulturzentrum wurde im Februar 2026 der erste Baustein des Projekts gestartet.
Abschließend stellte Wipperfürths Bürgermeisterin Anne Loth das Projekt „Auf zu neuen Ufern“ vor. Ziel ist es, in Kooperation mit der Firma Radium die Wupper im Stadtzentrum wieder stärker erlebbar zu machen. Derzeit wird ein Masterplan erarbeitet, der die Grundlage für die konkrete Umsetzung bilden soll.

Berichtete über das REGIONALE-Projekt „Auf zu neuen Ufern“: Wipperfürths Bürgermeisterin Anne Loth. Fotonachweis: REGIONALE 2025 Agentur/Julia Holland
Positiver Ausblick in die Zukunft
Anschließend diskutierten mit Marcel Kreutz (Bürgermeister der Stadt Bergisch Gladbach), Lukas Miebach (Bürgermeister der Gemeinde Engelskirchen) und Mario Dahm (Bürgermeister der Stadt Hennef) drei Bürgermeister aus dem Bergischen RheinLand über die Wirkung der REGIONALE vor Ort und über zukünftige Herausforderungen. Ein zentrales Thema sei es, die angestoßene Strukturförderung dauerhaft zu verstetigen und auch künftig eng zusammenzuarbeiten – insbesondere bei Fragen der Mobilität und der Gewerbeentwicklung.

Marcel Kreutz, Bürgermeister der Stadt Bergisch Gladbach sprach über die Herausforderungen der Zukunft im Bergischen RheinLand. Fotonachweis: REGIONALE 2025 Agentur/Julia Holland
Auch Leverkusens Oberbürgermeister Stefan Hebbel betonte im Gespräch, dass die REGIONALE 2025 in der gesamten Region einen „großen Gestaltungswillen vor Ort“ ausgelöst habe. Zugleich habe sie das Miteinander zwischen den Kommunen weiter gestärkt. Das Prinzip des „Voneinander Lernens“ werde in der Praxis aktiv gelebt – etwa im Austausch zu Projekten wie der Bahnstadt Opladen oder dem Zanders-Areal.

Lobte den Gestaltungswillen vor Ort: Leverkusens Oberbürgermeister Stefan Hebbel (l.). Fotonachweis: REGIONALE 2025 Agentur/Julia Holland
Zum Abschluss richteten die Landräte von Boetticher und Klaus Grootens (Oberbergischer Kreis) einen Blick in die Zukunft: Mit der Gründung der „ZukunftsAllianz Bergisches RheinLand“ haben die drei Kreise Rhein-Berg, Rhein-Sieg und Oberberg zusammen mit dem Region Köln/Bonn e.V. eine Kooperation geschaffen, in der die nach wie vor gültigen Zukunftsthemen strategisch bearbeitet und konkrete Projekte vor Ort unterstützt werden können. Mit dem Ziel, das Bergische RheinLand als gemeinsamen Kooperationsraum innerhalb der Region Köln/Bonn weiter zu positionieren.



