Umsetzung vor Ort: Standorte und Angebote im Bergischen RheinLand zeigen sich

Halle 51 InnoHub
Der Innovation Hub Bergisches RheinLand wird im Herbst 2021 als Mieterin in die Halle 51 auf dem Steinmüller-Gelände in Gummersbach einziehen. Fotonachweis: REGIONALE 2025 Agentur


Elf REGIONALE-Projekte haben mittlerweile den A-Status erhalten und befinden sich damit in der Umsetzungsphase. In dieser Ausgabe wirft der REGIONALE 2025 Newsletter einen Blick auf den aktuellen Stand dieser Projekte.  

Los geht es im Oberbergischen Kreis mit dem Innovation Hub Bergisches RheinLand (InnoHub) in Gummersbach. Aktuell wird die Halle 51, der zukünftige Sitz des InnoHubs, noch umgebaut, die Bauarbeiten kommen gut voran und im Herbst dieses Jahres wird der InnoHub in die neuen Räume einziehen. Der zukünftige Standort verbindet IT-Lab und Modellfabrik auf rund 1.200 m² Fläche. Ziel des Projektes ist es, regionale Unternehmen und Organisationen bei den Herausforderungen der digitalen Transformation und Industrie 4.0 zu unterstützen. Die TH Köln und der Trägerverein Innovation Hub Bergisches RheinLand e.V. führen bereits jetzt Workshops und Projekte durch. Der InnoHub ist 2018 als eines der ersten REGIONALE-Projekte gestartet und hatte bereits 2019 den A-Status erlangt. Seit dem vergangenen Jahr gibt es mit dem B7-Campus in Windeck zusätzlich eine Außenstelle des InnoHubs im Rhein-Sieg-Kreis.

Transformation des Bahnhofsgebäudes in Morsbach erfolgreich umgesetzt
In Morsbach gibt es ab sofort einen neuen Treffpunkt: Im Rahmen des Projektes Neues Bahnhofsquartier Morsbach wurde mit dem Umbau des ehemaligen Bahnhofsgebäudes zum „Morsbacher Integrations- und Begegnungshaus“ ein erster Projektbaustein fertiggestellt. Hier gibt es Platz für verschiedene Anlässe – im Veranstaltungsraum, im Treffpunktcafé, im Trauzimmer, in den Büroräumen oder im Souterrain. Das Haus ist ein Treffpunkt für Vereine, Bürger*innen sowie das Jugendzentrum und stärkt dadurch sowie durch seine zentrale Lage v.a. die Ortsmitte. Der Umbau wurde über den Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier“ gefördert. Die Eröffnung fand im Mai 2021 statt. Aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie hat die Gemeinde ein Eröffnungsvideo gedreht. Ebenfalls noch in diesem Jahr sollen die geplanten Draisinen auf den Gleisen eingesetzt werden. Das Projekt heißt „Rail-Radeln“ und erhält Zuwendungen im Rahmen des Förderprogramms LEADER. Für die Gestaltung des neuen und zentrumsnahen Wohnquartiers am Flusslauf der Wisser in den kommenden Jahren akquiriert die Gemeinde Morsbach aktuell eine/n Investor/in.

Bahnhofsgebäude Morsbach
Das historische Bahnhofsgebäude von Morsbach wurde zu einem Integrations- und Begegnungshaus umgebaut. Der Umbau ist der erste Baustein im Rahmen des REGIONALE-Projektes „Neues Bahnhofsquartier Morsbach“. Quelle: Gemeinde Morsbach


Erster Projektbaustein der Bergischen Ressourcenschmiede
Schritte in die Umsetzung erfolgen auch beim Projekt Bergische Ressourcenschmiede – Hub für zirkuläre Wertschöpfung, das vom Bergischen Abfallverband, der TH Köln sowie den Kreisen Oberberg und Rhein-Berg getragen wird. Als erster Baustein hat der Pilot zur Bergischen Ressourcenschmiede im März 2021 den A-Status erhalten. In diesem Zusammenhang wird 2022 am Standort :metabolon ein Gebäude errichtet, das als Forschungseinrichtung dient und Wissensvermittlung ermöglicht. Hier nimmt die Vernetzungsstelle für Zirkuläre Wertschöpfung ihre Arbeit auf, die Ansprechpartnerin für regionale Akteure aus den Bereichen Wirtschaft, Bildung und Verwaltung ist. Das Gebäude legt den Grundstein für die Weiterentwicklung von :metabolon zu einem zentralen Kompetenzstandort für zirkuläre Wertschöpfung im Land NRW. Das Pilotvorhaben wird aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE 2014-2020) gefördert.

Pilot zur Bergischen Ressourcenschmiede
Am Standort :metabolon in Lindlar wird die Bergische Ressourcenschmiede entstehen. Mit dem Pilot zur Bergischen Ressourcenschmiede hat im März 2021 der erste Baustein den A-Status erhalten. Die Umsetzung des Piloten ist für 2022 geplant. Fotonachweis: REGIONALE 2025 Agentur

Bessere Mobilitätsangebote im Rhein-Sieg-Kreis
Von konkreten Verbesserungen in Bereich ÖPNV profitieren die Bürger*innen im östlichen Rhein-Sieg-Kreis schon in diesem Sommer. Pünktlich zum Fahrplanwechsel am 19. August 2021 nimmt die erste Schnellbuslinie (SB) des REGIONALE-Projektes Schnellbusse im Bergischen RheinLand ihren Betrieb auf. Die SB 56 verkehrt werktags im 30-Minuten-Takt zwischen Siegburg und Much entlang der B 56. In den Tagesrandzeiten sowie sonn- und feiertags ist ein stündlicher Takt vorgesehen. Das flankierende Busnetz im Einzugsbereich der Schnellbuslinien wird angepasst, damit sich die Verkehre möglichst gut ergänzen. In diesem Zusammenhang werden mit der Linie SB 56 neue regionale Haltepunkte in Seelscheid und Much realisiert. Die Linie hat im März 2021 den A-Status der REGIONALE 2025 erhalten und ist die erste von mehreren Schnellbuslinien, die im Rahmen des Projektes realisiert werden.

Die SB 56 ist zudem abgestimmt auf das REGIONALE-Projekt Modellvorhaben On-Demand versus Ortsbus in Neunkirchen-Seelscheid, das ebenfalls im August startet. Es handelt sich dabei um ein Modellprojekt, das bis zum Jahr 2024 in den Ortsteilen Neunkirchen und Seelscheid die Akzeptanz für ein nutzerfreundliches On-Demand-Angebot und einer Ortsbuslinie mit festen Haltestellen testet. Mit beiden Projekten wird der ÖPNV im eher ländlichen Raum gestärkt und die Anbindung an die Rheinschiene verbessert.

Organisatorische Weichenstellung bei Umbau-Projekten
Zum 1. Juni 2021 hat die neue interkommunale Kulturmanagerin am Standort Burscheid ihre Arbeit aufgenommen. Sie soll insbesondere kulturelle Veranstaltungen in den Städten Burscheid und Wermelskirchen koordinieren und vor allem das Haus der Kulturen als Spielstätte promovieren. Ein eigenes Team für das Stadtteilmanagement von Bergneustadt ist seit Mitte Februar 2021 am Werk. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung wird es die Maßnahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) umsetzen, darunter auch das REGIONALE 2025 Projekt Zukunftsquartier Altstadt Bergneustadt.

Visualisierung Kirchplatz Begneustadt
Ein eigenes Stadtteilmanagement arbeitet gemeinsam mit der Verwaltung in Bergneustadt an der Umsetzung des REGIONALE-Projektes Zukunftsquartier Altstadt Bergneustadt. Visualisierung: Wündrich Landschaftsarchitekten

B-Projekte werden weiter konkretisiert
Doch nicht nur bei den A-Projekten ist viel in Bewegung. So werden aktuell Machbarkeitsstudien für die Projekte Transformation Schloss Hückeswagen und Odenthal-Altenberg – Starke Ortsmitte und kulturelles Erbe im Dhünnkorridor erarbeitet. Während in Odenthal für den Standort der Alten Kaplanei ein wirtschaftliches Betreiberkonzept und die Einbindung des Gebäudes in die städtebauliche Quartiersentwicklung geprüft wird, untersucht die Studie in Hückeswagen, wie eine künftige Nutzung des Schlosses aussehen kann. Eine weitere Studie mit dem Titel „Wohnen, arbeiten und (er)leben im Denkmal 2.0“ beschäftigt sich mit Leerstand in der historischen Altstadt und soll Lösungsvorschläge aufzeigen.

Das Projekt Grüner Mobilhof GL, in dessen Rahmen ein emissionsarmer Busbahnhof auf Bergisch Gladbacher Stadtgebiet entstehen soll, wird ebenfalls weiter vorangetrieben. Mit seiner Ausrichtung adressiert das Projekt sowohl das REGIONALE-Kernthema Ressourcen als auch die Zielsetzungen des Handlungsfeldes Mobilität. Aktuell wird das Vorhaben seitens des Projektträgers Regionalverkehr Köln GmbH konzeptionell weiter ausgearbeitet, auch die technischen und architektonischen Planungen werden fortgesetzt und mit den zuständigen Landesressorts abgestimmt.

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