On-Demand vs. Ortsbus in Neunkirchen-Seelscheid

Projektträger

  • Rhein-Sieg-Kreis

Standort, Kommune

  • Neunkirchen und Seelscheid, Rhein-Sieg-Kreis

Beiträge zur Regionale 2025

  • Wohnen und Leben
  • Mobilität
  • Digitalisierung

Projektstand

  • B-Status

Realisierungszeitraum

  • 2020 bis 2023

Projektbeschreibung

Die Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid gliedert sich räumlich in die beiden Hauptorte Seelscheid und Neunkirchen sowie 57 kleinere Ortsteile. Von den insgesamt rund 20.000 Einwohnern wohnen jeweils ca. 5.000 in Neunkirchen und Seelscheid. Beide Orte sind mit regionalen Buslinien im 30 Minuten- bzw. 60 Minuten-Takt an Siegburg/Hennef angebunden, wo dann der Anschluss an weitere Bus- und Bahnlinien besteht.  

Im Rahmen des Projektes soll ein nutzerfreundliches On-Demand-Angebot mit virtuellen Haltestellen zur Anbindung der kleinen Ortsteile an die Hauptachsen eingerichtet werden. Darüber hinaus soll eine neue Ortsbuslinie die beiden Hauptorte verbinden. Sowohl in Neunkirchen als auch in Seelscheid wird über die Einrichtung von Mobilstationen nachgedacht. Durch die gewählte Projektstruktur kann verglichen werden, welches Angebot von Nutzern besser angenommen wird: die Strategie einer vollflexiblen On-Demand-Lösung (diese bedarf einer Anmeldung und Bestellung per App) oder die Linienbus-Bedienung, die sich nach Fahrplanzeiten richtet. Beide Services sollen in das VRS-Tarifsystem integriert werden. Das Projekt wird im Vorfeld sowie parallel durch Bürgerdialoge und Öffentlichkeitsarbeit begleitet. Bei dem Vorhaben handelt es sich um ein Modellprojekt. Das Projekt hat erfolgreich am Landeswettbewerb „Mobil.NRW – Modellvorhaben innovativer ÖPNV im ländlichen Raum“ des Verkehrsministeriums NRW teilgenommen. Es ist eine regelmäßige Evaluierung vorgesehen, um nach Ende der Modellphase beurteilen zu können, welche Variante von den Fahrgästen bevorzugt wird.   

Das Projekt adressiert in besonderer Weise die Frage des ÖPNV im eher ländlich geprägten Raum unter Berücksichtigung der Anschlüsse an regionale Verbindungen auf den Hauptachsen. Im Modellvorhaben wird exemplarisch ausgelotet, wie eine Transformation und Verbesserung des ÖPNV-Angebotes gestaltet werden kann. Die Besonderheit des Projektes liegt im vergleichenden Ansatz und dem hohen Lerneffekt bzw. der hohen Übertragbarkeit auch für andere Kreise und Kommunen. Damit trägt das Projekt zu den Zielen der REGIONALE 2025 bei.

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