13 Modellvorhaben On-Demand vs. Ortsbus in Neunkirchen-Seelscheid

Projektträger

  • Rhein-Sieg-Kreis

Standort, Kommune

  • Neunkirchen und Seelscheid, Rhein-Sieg-Kreis

Beiträge zur Regionale 2025

  • Wohnen und Leben
  • Mobilität
  • Digitalisierung

Gesamtkosten

  • 2 Mio. Euro

Projektstand

  • A-Status

Realisierungszeitraum

  • 2021 bis 2024

Projektbeschreibung

Ziel des Projekts On-Demand vs. Ortsbus in Neunkirchen-Seelscheid ist es, Erfahrungen mit einem ÖPNV-Angebot „on demand“ zu sammeln und dessen Möglichkeiten und Chancen mit einem klassischen Angebot zu vergleichen. Es adressiert in besonderer Weise die Frage des ÖPNV im eher ländlich geprägten Raum unter Berücksichtigung der Anschlüsse an regionale Verbindungen auf den Hauptachsen. Damit trifft das Projekt den Kern die Leitlinien „ÖPNV auf den Hauptachsen stärken und in der Fläche flexibel bereitstellen“ sowie „Innovationen im Reallabor erproben“ des REGIONALE Handlungsfelds Mobilität.

Bei dem Vorhaben handelt es sich um ein Modellprojekt: Die Besonderheit liegt im vergleichenden Ansatz und dem hohen Lerneffekt bzw. der hohen Übertragbarkeit auch für andere Kreise und Kommunen. Als Modellraum wurde die Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid gewählt. Sie gliedert sich räumlich in die beiden Hauptorte Seelscheid und Neunkirchen sowie 57 kleinere Ortsteile. Von den insgesamt rund 20.000 Einwohnern wohnen jeweils ca. 5.000 in Neunkirchen und Seelscheid. Beide Orte sind mit regionalen Buslinien im 30 Minuten- bzw. 60 Minuten-Takt an Siegburg und Hennef angebunden, wo Anschluss an weitere Bus- und Bahnlinien besteht. Das Projekt ist abgestimmt auf die geplante Schnellbuslinie auf der Strecke Siegburg – Seelscheid – Much, die Teil des REGIONALE Projektes Schnellbusse im Bergischen RheinLand ist. In beiden Hauptorten wird im Mobilstationen-Konzept des Rhein-Sieg-Kreises eine Mobilstation vorgesehen.

Im Rahmen des Projektes wird exemplarisch ausgelotet, wie eine Transformation und Verbesserung des ÖPNV-Angebotes gestaltet werden kann. Dazu wird ein nutzerfreundliches On-Demand-Angebot mit virtuellen Haltestellen zur Anbindung der kleinen Ortsteile an die Hauptachsen eingerichtet. Darüber hinaus soll eine neue Ortsbuslinie die beiden Hauptorte verbinden. Durch die gewählte Projektstruktur kann verglichen werden, welches Angebot von Nutzern besser angenommen wird: die Strategie einer vollflexiblen On-Demand-Lösung (diese bedarf einer Anmeldung und Bestellung per App) oder die Linienbus-Bedienung, die sich nach Fahrplanzeiten richtet. Beide Services sollen in das VRS-Tarifsystem integriert werden. Das Projekt hat erfolgreich am Landeswettbewerb „Mobil.NRW – Modellvorhaben innovativer ÖPNV im ländlichen Raum“ des Verkehrsministeriums NRW teilgenommen. 

Im Vorfeld sowie auch während der Modell-Phase des Linienbusses und der On-Demand-Lösung wird das Vorhaben durch Öffentlichkeitsarbeit begleitet. Der Beginn soll mit dem Fahrplanwechsel im Juli 2021 erfolgen. Während und nach der Modell-Phase wird die Evaluation des Projektes in Zusammenarbeit mit dem Zukunftsnetz Mobilität NRW erfolgen.

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