Umgang mit natürlichen Ressourcen: Hochwasserschutz und ökologische Landwirtschaft

Übergabe Öko-Modellregion
Ministerin Ursula Heinen-Esser übergab am 28. Oktober 2021 in Düsseldorf die Auszeichnungsurkunden und Förderzusagen für die Öko-Modellregion Bergisches RheinLand an Bernhard Fleischer (Rheinisch-Bergischer Kreis, l.), Landrat Sebastian Schuster (Rhein-Sieg-Kreis, z. v. l.) und Landrat Jochen Hagt (Oberbergischer Kreis, r.). Fotonachweis: M. Hermenau.


Die Natur spielte im Jahr 2021 eine große Rolle im Projektraum: Schwere Unwetter haben im Sommer starke Schäden angerichtet, gleichzeitig hat das Bergische RheinLand als eine von drei Regionen in Nordrhein-Westfalen vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz den Zuschlag als Öko-Modellregion erhalten. Dabei handelt es sich um ein neues Format, mit dem die Landesregierung die ökologische Landwirtschaft und die Steigerung von Angebot und Nachfrage regionaler, ökologischer Produkte unterstützt.

Der nachhaltige Umgang mit Ressourcen ist ein Kernthema der REGIONALE 2025 Bergisches RheinLand. Eine umweltfreundlichere Landwirtschaft in Verbindung mit einem steigenden Angebot regionaler Produkte und damit kürzeren Transportwegen, wie es im Rahmen der Öko-Modellregion geplant ist, setzt hier wichtige Akzente. Der Raum ist landwirtschaftlich vor allem durch Grünland und die Haltung von Weidetieren geprägt und forciert insbesondere mit REGIONALE-Projekten wie Regionale Wertschöpfungszentren im Bergische Rheinland oder Rheinische Obstwiesen – Landschaft schmeckt die Verarbeitung, Vermarktung und das Angebot regionaler Lebensmittel. Die Wahl als Öko-Modellregion unterstützt also in vielerlei Hinsicht die Zielsetzungen des REGIONALE-Handlungsfelds Ressourcenlandschaft, wie beispielsweise dem Auf- und Ausbau von regionalen Wertschöpfungskreisläufen.

Am 28. Oktober 2021 übergab die nordrhein-westfälische Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Ursula Heinen-Esser die Auszeichnungsurkunde und Förderzusagen Landrat Jochen Hagt (Oberbergischer Kreis), Landrat Sebastian Schuster (Rhein-Sieg-Kreis) und Bernhard Fleischer (Rheinisch-Bergischen Kreis). Vorausgegangen war eine erfolgreiche Bewerbung des Oberbergischen Kreises, des Rheinisch-Bergischen Kreises und des Rhein-Sieg-Kreises am neuen Förderwettbewerb für die Stärkung des Ökolandbaus. Mit der Zuwendung kann die Umsetzungsphase beginnen. Im ersten Schritt wird ein*e Regionalmanager*in gesucht, die/der vor Ort unterstützt, koordiniert und das Erreichen der Ziele der Öko-Modellregion voranbringt. Die Förderzusage gilt zunächst für drei Jahre.

Hochwasser sorgt für Anpassungen auf Projektebene der REGIONALE 2025 Kernressource im Bergischen RheinLand ist das Wasser. Flüsse, Bäche und Talsperren prägen das Landschaftsbild und die Funktion des Raumes als Wasserspeicher, Wasserlieferant und Naherholungsziel innerhalb der Region Köln/Bonn. Wasser hat die Siedlungsstruktur bestimmt, die Industrialisierung vorangetrieben und die landwirtschaftliche Nutzung beeinflusst. Während Wasser-, Land- und Forstwirtschaft, und auch die Bevölkerung in den vergangenen Sommern mit den Auswirkungen der zurückgegangenen Regenmengen und niedrigen Wasserständen umgehen mussten, traf im Juli diesen Jahres ein anderes Wetterextrem das Bergische RheinLand. Mitte Juli 2021 ließ Starkregen zahlreiche Flüsse und Bäche in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz rasant anschwellen und über die Ufer treten. Anhaltender Dauerregen sorgte für überflutete Straßen, vollgelaufene Keller und beschädigte viele weitere Infrastrukturen der Region. Zahlreiche Kommunen im Bergischen RheinLand wurden vom Starkregen und dem Hochwasser schwer getroffen. So kämpften Einsatzkräfte etwa in Bergisch Gladbach, Lindlar oder Hennef gegen die Wassermassen, die Bever- und die Wuppertalsperre liefen über.

Die REGIONALE 2025 Agentur überprüft Projekte, die sich im Qualifizierungsprozess befinden bzw. neu aufgenommen werden, und passt diese mit Blick auf den Hochwasserschutz an. Neben der Projektebene steuert sie zudem in den Handlungsfeldern Ressourcenlandschaft und Fluss- und Talsperrenlandschaft nach, um auch hier Akteur*innen und Projektträger*innen aus dem Projektraum für die Herausforderungen von Starkregenereignissen zu sensibilisieren.

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