Oberbergischer Kreis will Nutzung des Hückeswagener Schlosses ab 2028 finanziell unterstützen

Das Hückeswagener Schloss, Wahrzeichen der Schloss-Stadt, wird derzeit im Rahmen der REGIONALE 2025 saniert und ab dem Jahr 2028 multifunktional genutzt. Der Oberbergische Kreis hat nun angekündigt, sich daran sowohl organisatorisch als auch finanziell beteiligen zu wollen. Geplant ist eine jährliche Unterstützung in Höhe von rund 100.000 Euro.
Die Entscheidung darüber fällt in den kommenden Wochen im Kreisentwicklungsausschuss, im Kreisausschuss und im Kreistag. In der entsprechenden Vorlage betonen Jochen Hagt, Landrat des Oberbergischen Kreises, und Dezernent Frank Herhaus die herausragende Bedeutung des Projekts für die Kreis- und Regionalentwicklung. Das Schloss sei nicht nur ein identitätsstiftendes Bauwerk, sondern werde durch die Umgestaltung zu einem Ort, der Kultur, Begegnung und gesellschaftliches Leben in der Region nachhaltig bereichere.
Bürgermeister Dietmar Persian begrüßt die Unterstützung des Kreises. Die künftige Nutzung und der Betrieb des Schlosses würden einen erheblichen organisatorischen und finanziellen Aufwand erfordern. Neben dem Schloss umfasst die Vorlage auch das geplante „Höhlenerlebniszentrum Engelskirchen“. Beide Projekte sollen langfristig mit einer tragfähigen Betreiberstruktur ausgestattet werden, an der sich der Kreis finanziell beteiligen möchte.
Das REGIONALE-Projekt „Transformation Schloss und Altstadt Hückeswagen“ umfasst sowohl die funktionale und klimagerechte Umgestaltung von Straßen, Wege und Plätze in der Altstadt als auch die Weiterentwicklung des Schlosses zu einem multifunktional nutzbaren Ort für Bürger*innen und Verwaltung. Der offizielle Spatenstich für das Schloss erfolgte am 9. Mai 2025. Als erste Maßnahme in der Altstadt wurde der Bahnhofsplatz neugestaltet und am 15. August 2025 wiedereröffnet.