Startschuss für die Öko-Modellregion Bergisches RheinLand – Land Nordrhein-Westfalen gibt Förderzusage für drei Jahre

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Am 28. Oktober 2021 übergab Ministerin Ursula Heinen-Esser in Düsseldorf die Auszeichnungsurkunden und Förderzusagen für die Öko-Modellregion Bergisches RheinLand an Bernhard Fleischer (Rheinisch-Bergischer Kreis, l.), Landrat Sebastian Schuster (Rhein-Sieg-Kreis, z. v. l.) und Landrat Jochen Hagt (Oberbergischer Kreis, r.). Fotonachweis: M. Hermenau.

Am 28. Oktober 2021 überreichte die nordrhein-westfälische Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Ursula Heinen-Esser, in Düsseldorf Auszeichnungsurkunden und Förderzusagen Landrat Jochen Hagt (Oberbergischer Kreis), Landrat Sebastian Schuster (Rhein-Sieg-Kreis) und Bernhard Fleischer vom Rheinisch-Bergischen Kreis. Die Förderzusage gilt zunächst über drei Jahre, in denen jede der drei Öko-Modellregionen des Landes bis zu 80.000 Euro pro Jahr abrufen kann. Neben dem Bergischen RheinLand wurden in diesem Jahr auch die Regionen „Niederrhein“ (Kreis Wesel und Kreis Kleve) und „Kulturland Kreis Höxter“ (Kreis Höxter) als Öko-Modellregionen ausgezeichnet.

Die Öko-Modellregionen sind ein neues Format in Nordrhein-Westfalen, mit dem die Landesregierung die Regionen beim Ausbau der ökologischen Landwirtschaft und der Steigerung von Angebot und Nachfrage regionaler, ökologischer Produkte unterstützt. Insgesamt soll der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Flächen in Nordrhein-Westfalen bis 2030 auf 20 Prozent erhöht werden – 2020 lag er bei 6,5 Prozent.

Im Bergischen RheinLand soll die Umsetzungsphase der Öko-Modellregion schnell beginnen. Hierfür wird zunächst ein*e Regionalmanager*in gesucht, die/der vor Ort unterstützt, koordiniert und das Erreichen der Ziele der Öko-Modellregion voranbringt. Als Raum, der landwirtschaftlich vor allem durch Grünland und die Haltung von Weidetieren geprägt ist, sind zwei wichtige Ziele der hiesigen Öko-Modellregion die Steigerung des Angebots und der Vermarktung regionaler Bio-Milch sowie des Angebots von regionalem Bio-Rindfleisch – für das auch die regionalen Schlachtungskapazitäten erweitert werden müssen. Darüber hinaus sollen das Angebot regionaler Lebensmittel um weitere Produkte erweitert sowie der Anbau von Bio-Gemüse gestärkt werden. Ein weiterer Aspekt ist die Forcierung alternativer Vermarktungsformen wie beispielsweise der Solidarischen Landwirtschaft (Solawi).

Die Öko-Modellregion entspricht in vielen Teilen den Zielsetzungen des REGIONALE-Handlungsfelds Ressourcenlandschaft, wie beispielsweise dem Auf- und Ausbau von regionalen Wertschöpfungskreisläufen. In verschiedenen REGIONALE-Projekten arbeiten Akteurinnen und Akteure aus dem Raum bereits heute an Ansätzen für diese Ziele. Beispielsweise sollen im Rahmen des Projekts Regionale Wertschöpfungszentren im Bergische Rheinland die Verarbeitung und der Vertrieb von regionalen Produkten ausgebaut und perspektivisch die komplette Wertschöpfungskette regional abgebildet werden. In einem ersten Schritt soll eine regionale Schlachtstätte umgesetzt werden. Weiterhin soll die Verfügbarkeit regionaler Produkte für die lokale Gemeinschaftsverpflegung (zum Beispiel in Krankenhäusern und Schulen) und Gastronomie erhöht werden.

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