Erfolgreiche Bewerbung: Bergisches RheinLand ist Öko-Modellregion

BRL ist Öko-Modellregion
Das Bergische RheinLand ist eine von drei Öko-Modellregionen in Nordrhein-Westfalen. Ziel ist die Stärkung und der Ausbau des Öko-Landbaus in Nordrhein-Westfalen. Fotonachweis: Bergisch Pur

Als eine von drei Regionen in Nordrhein-Westfalen ist das Bergische RheinLand von einer Jury des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz als Öko-Modellregion ausgewählt worden. Zuvor hatten der Oberbergische Kreis, der Rheinisch-Bergische Kreis und der östliche Rhein-Sieg-Kreis mit Unterstützung der REGIONALE 2025 Agentur mit einem gemeinsamen Konzept am neuen Förderwettbewerb für die Stärkung des Ökolandbaus teilgenommen. 

Mit der Ernennung zur Öko-Modellregion profitiert das Bergische RheinLand in Zukunft von Zuwendungen für ein Regionalmanagement. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf der Erweiterung und stärkeren Vernetzung von Verarbeitungs- und Vermarktungsmöglichkeiten, etwa im Lebensmittelhandwerk, im Handel, in der Gastronomie oder in öffentlichen Kantinen. Durch eine bessere Erschließung regionaler Absatzpotenziale soll das Interesse an einer Umstellung und damit langfristig der Anteil an ökologisch bewirtschafteter Fläche in Nordrhein-Westfalen steigen. Grund für die Auflegung des Förderprogramms ist das angestrebte Ziel der Landesregierung, bis zum Jahr 2030 einen Flächenanteil im Ökolandbaus von 20 Prozent zu erreichen.

„Die zukünftigen Modellregionen sind ein weiterer Baustein zur Stärkung und zum Ausbau des Öko-Landbaus in Nordrhein-Westfalen. Ich freue mich sehr, dass wir in diesen Regionen die Erzeugung und die Vermarktung von ökologisch erzeugten Lebensmitteln forcieren und die wachsende Nachfrage damit künftig noch besser bedienen können“, sagte Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser.

Konzept aus dem Bergischen RheinLand überzeugte
Insgesamt acht Regionen hatten sich im Rahmen des Wettbewerbs beworben, drei Konzepte und Regionen haben sich durchgesetzt. Neben dem Bergischen RheinLand wurden auch die Regionen „Kulturland Kreis Höxter“ (Kreis Höxter) und „Niederrhein“ (Kreis Wesel und Kreis Kleve) als Öko-Modellregionen ausgewählt. Im Auswahlverfahren konnten die drei Regionen insbesondere durch ausgefeilte Konzepte, auf die Region zugeschnittene Entwicklungsziele und Maßnahmenvorschläge sowie breite Unterstützung in der Region überzeugen.

„Dieser Erfolg bestätigt wieder einmal, wie gut die Akteure im Bergischen Land zusammenarbeiten. Unser Ziel, die landwirtschaftliche Wertschöpfung zu stärken und für mehr ökologisch erzeugte Lebensmittel in der Region zu sorgen, können wir jetzt gemeinsam weiter voranbringen. Besonderer Dank gebührt den Beteiligten aus der Landwirtschaft und der Bergischen Agentur für Kulturlandschaft für die Koordination und Erarbeitung des Wettbewerbsbeitrags“, betonte Jochen Hagt, Landrat des Oberbergischen Kreises.

REGIONALE-Projekte unterstützen Ziele der Öko-Modellregion
Die regionalen Akteure sind sich einig, dass der Charme des gemeinsamen Projektes auch darin liegt, dass die REGIONALE 2025 die räumliche und thematische Klammer der Ökomodellregion bildet. Regionale Wertschöpfungsketten, nachhaltige Erzeugung und Verarbeitung von regionalen Produkten sind wichtige Themen im Bergischen RheinLand. Das zeigt sich besonders im Rahmen der REGIONALE 2025, die den zukunftsgerichteten Umgang mit Ressourcen als ein Kernthema identifiziert hat. Aktuell befinden sich bereits einige Projekte im Qualifizierungsprozess, die sich mit der wertschöpfenden Nutzung von regionalen Lebensmitteln auseinandersetzen und damit die Zielsetzungen der Öko-Modellregion unterstützen.

So möchte das Projekt Regionale Wertschöpfungszentren im Bergische Rheinland die Verarbeitung und der Vertrieb von regionalen Produkten ausbauen und diese für Gemeinschaftsverpflegungseinrichtungen, lokale Gastronomie und den Einzelhandel bereitstellen werden. Ein zentraler Baustein des Projektes liegt im Aufbau von nachhaltigen Netzwerkstrukturen und der Ergänzung fehlender Infrastrukturbausteine, die eine regionale Wertschöpfungskette nachhaltig stärken. Weitere Projekte, die sich mit der Erzeugung und Vermarktung regionaler Produkte, sind  Landschaft schmeckt! – Obstwiesen wertschöpfend pflegen und entwickeln und Teichlandschaft Lohmarer Wald. Zudem hat die REGIONALE 2025 Agentur in Zusammenarbeit mit dem Oberbergischen Kreis, dem Rheinisch-Bergischen Kreis und dem Rhein-Sieg-Kreis eine Studie für die Nutzung regionaler Lebensmittel veröffentlicht, die Potenziale und Strategien für die Nutzung von regionalen Produkten für das Bergische RheinLand analysiert.

Fische Lohmarer Teiche
Mit ihren Projekten unterstützt die REGIONALE 2025 Agentur die Zielsetzungen der Öko-Modellregion, regionale Produkte wertschöpfend zu verarbeiten. Ein Beispiel ist das Projekt Teichlandschaft Lohmarer Wald, mit dem unter anderem die Fischzucht langfristig erhalten und wirtschaftlich betrieben werden soll. Fotonachweis: REGIONALE 2025 Agentur/Julia Holland

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