86 KiRa-Berg
Projektbeschreibung
Das Bergische RheinLand gehört zu den Regionen mit den höchsten durchschnittlichen Jahresniederschlägen in Deutschland und ist Quellgebiet vieler Flüsse und Gewässer, so der Agger und der Wupper. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit, insbesondere die Flutkatastrophe im Juli 2021, haben eindrücklich gezeigt, dass solche Ereignisse keine administrativen Grenzen kennen und verdeutlichen die Dringlichkeit von interkommunaler Zusammenarbeit.
Vor diesem Hintergrund wurde im Januar 2023 die Kooperation Überflutungsvorsorge an Agger und Wupper (ÜVAW) als Zusammenschluss der Kreise Ennepe-Ruhr-Kreis, Oberbergischer Kreis, Rhein-Sieg-Kreis und Rheinisch-Bergischer Kreis, der Städte Leverkusen, Remscheid, Solingen und Wuppertal sowie der Wasserverbände Agger- und Wupperverband gegründet. Das Kooperationsgebiet umfasst die Gewässereinzugsgebiete von Agger und Wupper.
Neben einer verbesserten Information der Bevölkerung und einer intensiveren Zusammenarbeit der Gebietskörperschaften und Wasserverbände setzt die Kooperation ÜVAW mit dem Projekt KiRa-Berg im Rahmen der REGIONALE 2025 ein innovatives Projekt um, das in akuten Einsatzlagen die Vorwarnzeit erhöht und damit die Einsatzfähigkeit des Katastrophenschutzes erheblich verbessert.
Ziel von KiRa-Berg ist die Entwicklung eines integrierten Überflutungsmanagementsystems, das Fachbehörden, Leitstellen und Krisenstäben bei der frühzeitigen Erkennung von Überflutungsgefahren unterstützt und die Planung sowie Umsetzung wirksamer Schutzmaßnahmen ermöglicht. Der Oberbergische Kreis koordiniert dabei die Zusammenarbeit der beteiligten Projektpartner, Kommunen und Verbände.
Das geplante System kombiniert hochauflösende X-Band-Radardaten mit einem KI-gestützten Hybridmodell und einem Echtzeit-Entscheidungsmodul. So können sekundenschnelle Simulationen von Überflutungsszenarien durchgeführt und die Wirkung von Maßnahmen bewertet werden. Das Ziel ist es, die Daten aus den X-Band-Radarsystemen für Echtzeitvorhersagen nutzbar zu machen, um kleinräumige Überflutungsgefahren frühzeitig zu erkennen.
Federführend für die Kooperation Überflutungsvorsorge an Agger und Wupper (ÜVAW) beantragte der Oberbergische Kreis gemeinsam mit den Projektpartnern TH Köln und Universität Bonn. Das Projekt hat im Dezember 2025 den A-Status der REGIONALE 2025 und parallel eine Förderempfehlung im Rahmen des zweistufigen EFRE-Projektaufrufs für die REGIONALE 2025 erhalten. Derzeit wird der sog. Vollantrag erarbeitet. Der geplante Projektzeitraum erstreckt sich von Juli 2026 bis Dezember 2028.
Stand: Februar 2026


Projektträger
- Kooperation Überflutungsvorsorge an Agger und Wupper (ÜVAW), Lead-Partner Oberbergischer Kreis
Standort, Kommune
- Einzugsgebiet der Agger und Wupper
Zukunftsthema REGIONALE 2025
- Alles Ressource!
Projektstand
- A-Status
Realisierungszeitraum
2026 bis 2028