74 Reaktivierung der Balkantrasse

Projektbeschreibung

Im Projekt geht es um die Reaktivierung der Balkantrasse für eine Straßenbahn mit paralleler Radvorrangroute. Die Balkantrasse, eine ehemalige Bahntrasse im Norden des Bergischen RheinLandes, ist ein sehr gut ausgebauter und viel genutzter kombinierter Rad- und Fußweg. Im Rahmen der REGIONALE 2025 soll die ehemalige Bahnstrecke 

– parellel zur bestehenden Fahrradnutzung – wieder für den ÖPNV genutzt werden und somit das Verkehrsangebot im Rheinisch-Bergischen Kreis ergänzen.

Ziel ist es, die Balkantrasse zwischen Leverkusen, Burscheid, Wermelskirchen und Remscheid wieder für den Schienenverkehr zu nutzen. Gleichzeitig soll der etablierte Radweg erhalten bleiben, der einen Beitrag zur Mobilitätswende leistet und gut angenommen wird. Mit diesen Ansätzen greift das Projekt die Leitlinien „Siedlungsentwicklung, Verkehr und Mobilität gemeinsam denken“, „ÖPNV auf den Hauptachsen stärken und in der Fläche flexibel bereitstellen“ sowie „Innovationen im Reallabor erproben“ aus dem Handlungsfeld Mobilität der REGIONALE 2025 auf.

Seit der endgültigen Stilllegung der ehemaligen Bahnstrecke Opladen – Burscheid – Wermelskirchen – Remscheid-Lennep (genannt „Balkantrasse“) im Jahr 1997 besteht im nördlichen Teil des Bergischen RheinLandes eine Versorgungslücke des Schienenverkehrs in Ost-West-Richtung. Während die A1 Autofahrer eine gute Anbindung an das Bergische Städtedreieck und Richtung Köln/Leverkusen ermöglicht, fehlt eine ÖPNV-Alternative. Ein erster Schritt konnte im Rahmen des REGIONALE-Projekts Schnellbusse im Bergischen RheinLand mit dem kürzlich in Betrieb genommenen Schnellbus SB X (Leverkusen – Burscheid – Wermelskirchen) gemacht werden. Langfristig soll aber das Potenzial einer eigenen Trasse für den ÖPNV und die Vorteile des Schienenverkehrs in diesem Korridor reaktiviert werden. Nach einer ersten fachlichen Einschätzung kommt für eine kombinierte Nutzung der Trasse eine Straßenbahn in Frage. Dies soll in weiteren Untersuchungen vertieft geprüft werden.

Das Projekt zeichnet sich durch eine umfassende interkommunale Zusammenarbeit aus und besitzt durch die Kombination mit dem bestehenden Radweg einen innovativen Charakter. Die Reaktivierung der Balkantrasse würde einen wesentlichen Lückenschluss der Schienenverbindungen im regionalen Verkehrsnetz darstellen, sodass eine Qualifizierung im Zuge der REGIONALE 2025 erfolgen soll, auch wenn die Umsetzung nicht bis 2025 erfolgen kann. Nicht zuletzt wird die Achse zwischen Leverkusen und Remscheid im Agglomerationskonzept des Region Köln/Bonn e.V. als regionaler Entwicklungskorridor aufgeführt. Auch im Entwurf des neuen Regionalplans Köln ist die Trasse als „regionalplanerisch bedeutsamer Schienenweg“ gekennzeichnet.

Balkantrasse Fahradfahrer
Die bei Radfahrern beliebte Balkantrasse im nördlichen Teil des Bergischen RheinLandes soll mit Unterstützung der REGIONALE für den Schienenverkehr reaktiviert werden. Der Radweg soll dabei erhalten bleiben. Fotonachweis: REGIONALE 2025 Agentur

Projektträger

  • Rheinisch-Bergischer Kreis 
  • Stadt Leverkusen
  • Stadt Remscheid

Standort, Kommune

  • „Balkantrasse“ – Mobilitätsachse zwischen Leverkusen, Burscheid, Wermelskirchen (Rheinisch-Bergischer Kreis) und Remscheid

Beiträge zur Regionale 2025

  • Mobilität
  • Interkommunale Kooperation

Projektstand

  • C-Status

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