Zeltfestival zum bürgerschaftlichen Engagement: Bergisches RheinLand feiert das Finale der REGIONALE 2025
- Das zweitägige Zeltfestival „Das Gute Leben selbst gemacht!“ initiierte weitere Projekte zum bürgerschaftlichen Engagement, vernetzte Akteur*innen und zeigte konkrete Förderperspektiven auf.
- NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach setzte in Much den offiziellen Schlusspunkt hinter acht Jahre erfolgreiche REGIONALE-Entwicklung im Bergischen RheinLand.
- Die lit.COLOGNE setzte mit prominenten Gästen kulturelle Akzente und griff Fragen zu Solidarität, Gemeinsinn und gesellschaftlichem Zusammenhalt auf.
Die REGIONALE 2025 Bergisches RheinLand feierte am 11. und 12. Juli 2026 mit einem Zeltfestival in Much den Abschluss des 15-monatigen Präsentationszeitraums unter dem Motto „Lust auf Zukunft“ und zugleich das Finale des Landesstrukturprogramms. Nach acht Jahren erfolgreicher Projektentwicklung endet damit der „Ausnahmezustand auf Zeit“. 50 Projekte wurden in diesem Zeitraum im Oberbergischen Kreis, Rheinisch-Bergischen Kreis und im östlichen Rhein-Sieg-Kreis mit Unterstützung der REGIONALE realisiert bzw. befinden sich aktuell in Umsetzung. Vor rund 400 Bürger*innen und Gästen aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft würdigte Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, die positive Entwicklung der Region. Sie betonte die besondere Qualität der entstandenen Projekte und die Bedeutung der gelebten, vertrauensvollen Zusammenarbeit für eine nachhaltige Entwicklung des Bergischen RheinLands.
Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen: „Das Beste aus beiden Welten: Das Bergische RheinLand ist ein Schatz, den die REGIONALE 2025 noch sichtbarer gemacht hat. Dank des Landesstrukturprogramms sind im Oberbergischen Kreis, Rheinisch-Bergischen Kreis und dem östlichen Rhein-Sieg-Kreis in den vergangenen acht Jahren Projekte zu fünf Zukunftsthemen ins Leben gerufen worden, die Neues wagen und Zukunft bauen. Die REGIONALE im Bergischen Rheinland ist ein Motor für Wirtschaft, Fortschritt und Zusammenleben geworden, besonders für den innovativen Umgang mit Ressourcen und die damit verbundenen regionalen Transformationsprozesse: Da-durch sind echte und authentische Mehrwerte entstanden. Und davon profitieren vor allem die Bürgerinnen und Bürger vor Ort. Das Land Nordrhein-Westfalen hat diese erfolgreiche Zusammenarbeit gerne unterstützt. Hier ist die Beziehung zwischen Stadt und Land, urbaner Rheinschiene und bergisch Ländlichem gleichwertig erlebbar. So ist im besten Sinne Heimat gestaltet geworden.“
Die Landräte Klaus Grootens (Oberbergischer Kreis), Arne von Boetticher (Rheinisch-Bergischer Kreis) und Sebastian Schuster (Rhein-Sieg-Kreis) bekräftigten auf dem Zeltfestival, dass die Zusammenarbeit im Bergischen RheinLand auch nach dem formalen Ende des Strukturprogramms fortgesetzt wird: „Die Themen der REGIONALE 2025 haben weiterhin eine hohe Aktualität für den Raum. Die Nachnutzung von Brachflächen und Gebäuden, der nachhaltige Umgang mit unseren Ressourcen, die Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements und der Mobilität oder Innovationen bei Unternehmen und Wissenschaft – die Herausforderungen bleiben bestehen. Wir werden deshalb auch künftig wichtige Projekte initiieren und unterstützen.“ So werden Projekte, die bereits während der Laufzeit der REGIONALE angestoßen wurden, weiter aktiv begleitet. Dafür haben die drei Kreise gemeinsam mit dem Region Köln/Bonn e.V. die interkommunale Arbeitsgemeinschaft mit dem Titel „ZukunftsAllianz Bergisches RheinLand“ gebildet.
Der offizielle Abschluss der REGIONALE war eingebettet in ein zweitägiges Zeltfestival unter dem Motto „Das Gute Leben selbst gemacht!“ am 11. und 12. Juli 2026 auf einer Wiese in Much. An zwei Tagen nahmen rund 1.000 Teilnehmer*innen an einem vielseitigen Programm teil. Der erste Tag stand ganz im Zeichen des bürgerschaftlichen Engagements: Das REGIONALE-Zukunftsthema wurde mit hochkarätigen Gesprächsrunden, Vorträgen und einer begleitenden Ausstellung beleuchtet. Insgesamt neun Projektschauen zu den Themen „Gemeinsam statt allein“, „Kultur vor Ort“ und „Gut versorgt“ boten Raum für gemeinsamen fachlichen Austausch und präsentierten rund 30 konkrete Praxisbeispiele gelungener ehrenamtlicher Projekte aus dem Bergischen RheinLand und Nordrhein-Westfalen. Gleichzeitig richtete das Zeltfestival den Blick nach vorn: Es wurden zahlreiche neue Projektideen angestoßen, Akteur*innen miteinander vernetzt und Perspektiven für künftige Fördermöglichkeiten aufgezeigt. Damit setzte die REGIONALE wichtige Impulse für die Weiterentwicklung des bürgerschaftlichen Engagements in der Region. Darüber hinaus wirken die Ergebnisse der REGIONALE weit über das Präsentationsjahr hinaus. Denn viele Projekte, Initiativen und Kooperationen sind im „Windschatten“ des achtjährigen Prozesses entstanden und greifen zentrale Zukunftsfragen des Bergischen RheinLands auf. Sie bilden die Grundlage für weitere Innovationen im Raum und bleiben ein wichtiger Auftrag für die regionale Entwicklung. Die REGIONALE wirkt somit auch nach ihrem Abschluss als Motor für neue Ideen, Projekte und Partnerschaften in die Zukunft hinein.
Für den kulturellen Höhepunkt sorgte die lit. COLOGNE: Das Literaturfestival gastierte zum dritten Mal im Bergischen RheinLand und brachte mit Aleida Assmann, Friedenspreisträgerin des Deutschen Buchhandels, dem Kölner Pfarrer Franz Meurer und Kabarettist Jürgen Becker prominente Gäste auf die REGIONALE-Bühne. Sie sprachen über den Wandel des Ehrenamts, seine gesellschaftliche Bedeutung und die Frage, wieviel bürgerschaftliches Engagement eine solidarische Gesellschaft braucht. Musikalisch wurde die Veranstaltung von den international und regional bekannten Jazzmusikern Julian und Roman Wasserfuhr aus Hückeswagen begleitet. Sie präsentierten Stücke aus ihrem eigens für die REGIONALE produzierten Album „Echoes_Sound of Home“, mit dem sie einen Soundtrack für das Bergische RheinLand geschaffen haben.
Veranstaltet wurde das Zeltfestival von der REGIONALE 2025 Agentur GmbH gemeinsam mit ihren Gesellschaftern – dem Oberbergischen Kreis, dem Rheinisch-Bergischen Kreis, dem Rhein-Sieg-Kreis und dem Region Köln/Bonn e.V.
Über die REGIONALE 2025 Bergisches RheinLand
Die REGIONALE 2025 ist ein Strukturprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen. Der Projektraum Bergisches RheinLand umfasst 28 Kommunen im Oberbergischen Kreis, Rheinisch-Bergischen Kreis und im östlichen Rhein-Sieg-Kreis. Zu den Aufgaben der REGIONALE 2025 gehören die Qualifizierung von Konzepten und Projekten, die Beratung der einzelnen Projektträger und die Kommunikation des Strukturprogramms. Thematisch werden Projekte entlang der Zukunftsthemen „Weiter geht’s!“, „Alles Ressource!“, „Das Gute Leben selbst gemacht!““, „Neues Machen!“ sowie „Hin und weg!“ qualifiziert. Von Mai 2025 bis Juli 2026 findet unter dem Motto „Lust auf Zukunft! Menschen und Projekte im Bergischen RheinLand“ der Präsentationszeitraum der REGIONALE 2025 statt.