Zukunftswerkstatt „Energie“: Impulse für die regionale Energiewende

Zukunftswerkstatt Energie
Wie können Gewerbegebiete im Bergischen RheinLand ihre Energieversorgung zukunftsfähig, effizient und gemeinschaftlich gestalten? Diese Frage stand bei der Zukunftswerkstatt „Energie“ der REGIONALE 2025 in Meys Fabrik in Hennef im Vordergrund. Rund 80 Teilnehmer*innen kamen zu Veranstaltung, die unter dem Motto „Gewerbegebiete neu denken – Energiequellen clever gemeinsam nutzen“ stand. Fotonachweis: REGIONALE 2025 Agentur

Das Zukunftsthema „Alles Ressource!“ ist eines der Kernthemen der REGIONALE 2025, das die Nutzung der heimischen Ressourcen in den Blick nimmt. Ressourcenpotenziale lassen sich auch an ungewöhnlichen Orten heben, etwa in Gewerbegebieten. Rund 80 Fachleute aus Verwaltung, Politik und Energiewirtschaft trafen sich am 15. April 2026 in der Meys Fabrik in Hennef zur Zukunftswerkstatt „Energie“. Im Fokus: der fachliche Austausch und neue Kooperationen für eine zukunftsfähige Energieversorgung der Gewerbegebiete im Bergischen RheinLand. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die beiden zentralen Themenfelder „Nahwärme“ und „Stromversorgung“, die in einem abwechslungsreichen Programm aus Impulsen, Diskussionsrunden und Networking-Formaten vertieft wurden.

Nach der Begrüßung durch Thomas Kemme, stellvertretender Geschäftsführer der REGIONALE 2025 Agentur, und Regina Rosenstock, Leiterin des Referats für Wirtschaftsförderung und strategische Kreisentwicklung des Rhein-Sieg-Kreises, setzte ein Impuls-Talk mit Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis zentrale Akzente. Diskutiert wurden Energieeffizienz, Versorgungssicherheit und Transformationsprozesse – ergänzt durch europäische Best-Practice-Beispiele. Ein klarer Tenor: Mehr Mut zur Umsetzung und stärker vom Nutzen her denken.

In zwei Diskussionsrunden ging es anschließend konkret um Nahwärme und Stromversorgung. In der ersten interaktiven Diskussionsrunde zum Thema Nahwärme wurde deutlich, dass erfolgreiche Projekte vor allem von guter Kommunikation und klaren Strukturen abhängen. Auch die Einbindung von lokalen Akteuren ist ein zentrales Element, denn kleine Projekte sind oft wirtschaftlich herausfordernd und brauchen starke Partnerschaften.

Beim Thema Stromversorgung dominierten Fragen der Infrastruktur und Zusammenarbeit. Speicher- und Netzkapazitäten, steigende Nachhaltigkeitsanforderungen in Unternehmen sowie die Rolle von Energieversorgern als Impulsgeber wurden intensiv diskutiert. Einigkeit bestand darüber, dass verlässliche Rahmenbedingungen nur im Zusammenspiel von Politik und Verwaltung entstehen.  

Vernetzung als Schlüssel zur Umsetzung
Ein wichtiges Element der Veranstaltung war der direkte Austausch zwischen den Teilnehmenden. Mithilfe von „Ich biete“–„Ich suche“-Karten konnten gezielt Kontakte geknüpft und potenzielle Projektpartnerschaften angebahnt werden. In den Diskussionsrunden boten die Referent*innen zudem konkrete Unterstützung an – von Beratung über Netzwerke bis hin zur Fördermittelakquise. Deutlich wurde: Viele Akteure stehen vor ähnlichen Herausforderungen. Umso wichtiger sind Vernetzung, gemeinsames Handeln und ein offener Austausch.

Die Zukunftswerkstatt „Energie“ wurde von der REGIONALE 2025 gemeinsam mit dem Oberbergischen Kreis, dem Rheinisch-Bergischen Kreis, dem Rhein-Sieg-Kreis sowie dem Region Köln/Bonn e. V. organisiert. Sie ist die zweite von insgesamt drei Fachwerkstätten zur Vertiefung der Ergebnisse des Kongresses „Alles Ressource!“. Die nächste Zukunftswerkstatt zum Thema „Wasser“ findet am 30. April 2026 statt.