Bezirksregierung Köln nimmt Agglomerationskonzept als regionalen Fachbeitrag zum Regionalplan entgegen

Übergabe Agglomerationskonzept an Bezirksregierung
(V.l.n.r.) Christoph Hölzer (Projektteam), Jens Grisar (Projektteam), Stephan Santelman (Vorstandsvorsitzender Region Köln/Bonn e.V.; Landrat Rheinisch-Bergischer Kreis), Udo Kotzea (Abteilungsdirektor Regionale Entwicklung, Kommunalaufsicht, Wirtschaft, Bezirksregierung Köln), Gisela Walsken (Regierungspräsidentin Köln), Rainer Deppe MdL (Vorsitzender des Regionalrats Köln), Dr. Reimar Molitor (geschäftsführendes Vorstandsmitglied Region Köln/Bonn e.V.; Geschäftsführer REGIONALE 2025 Agentur) bei der Übergabe des Agglomerationskonzept an die Bezirksregierung am 9. März 2020. Fotonachweis: Bezirksregierung Köln

Regierungspräsidentin Gisela Walsken lobte den ambitionierten Charakter des Fachbeitrags und beschrieb das Agglomerationskonzept als „außerordentlich guten Kompass“ für den Regionalplan. „Eine wirksame Regionalplanung ist auf das Zusammenspiel formeller und informeller Elemente angewiesen. Daher wird unsere Regionalplanung auf diesem Zukunftsdialog der Kommunen und Akteure der Region aufbauen“, betonte die Regierungspräsidentin im Rahmen der Übergabe des Konzepts an die Bezirksregierung. Sie verwies darauf, dass der Dialogprozess ein Bewusstsein für ein gemeinsames Miteinander geschaffen hätte und die Regionalplanung positiv beeinflussen werde. Zudem hob sie das vertrauensvolle und partnerschaftliche Verhältnis der Bezirksregierung Köln zum Verein Region Köln/Bonn hervor, der als Träger stellvertretend für die Region den Prozess zur Erarbeitung des Agglomerationskonzepts koordinierte.

„Unsere Region und vor allem ihre räumliche Entwicklung in Balance zu halten ist Herausforderung und zugleich Verantwortung. Eine Region in Balance kann nur gelingen, wenn wir über den kommunalen Tellerrand schauen, konkurrierende Nutzungsansprüche vereinbaren und gemeinsam konkrete Perspektiven und Projekte für regionale Teilräume entwickeln“, erklärte Dr. Reimar Molitor, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Region Köln/Bonn e.V. und Geschäftsführer der REGIONALE 2025 Agentur. „Deshalb brauchen wir einen integrierten Ansatz für die Raumentwicklung. Umso mehr danken wir der Bezirksregierung Köln, die den Dialog mit den Akteuren in der Region fachlich eng begleitet.“    

Das Bergische RheinLand als zentrale Säule einer „Region in Balance“
Die Empfehlungen und Strategien des Agglomerationskonzepts haben auch Auswirkungen auf den Projektraum der REGIONALE 2025. Die Kernpunkte des Agglomerationskonzepts beziehen sich insbesondere auf die Handlungsfelder „Wohnen und Leben“, „Arbeit und Innovation“ sowie „Mobilität“. Der Entwicklung von Flächen und Verkehrsinfrastruktur kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu. So haben der Umbau und die Transformation von bestehenden Gebieten Vorrang vor neuem Flächenverbrauch. Die kluge Konversion von Bestandsgebäuden ist auch ein Schwerpunkt im Rahmen der REGIONALE 2025. Ein weiterer zentraler Aspekt ist die interkommunale Kooperation zwischen den drei Kreisen Oberberg, Rhein-Berg und Rhein-Sieg. Das Agglomerationskonzept benennt hier verschiedene kommunale und regionale Entwicklungskorridore, in denen Chancen der Zusammenarbeit bestehen.  

Ein wesentlicher Punkt im Strukturbild ist die bessere Erreichbarkeit der Rheinschiene. Mit ÖPNV-Maßnahmen wie Schnellbuslinien, Mobilstationen oder Radpendlerrouten kann der eher ländlich geprägte Raum an Zentren auf der Rheinschiene angebunden werden und helfen, den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren. Von einer besseren Anbindung profitieren nicht nur Siedlungen und Dörfer, sondern auch die Wirtschaftsstandorte im Bergischen RheinLand. Gerade der Ausbau der Mobilitätsachsen kann die Entwicklung der Wirtschaftsstrukturen im Projektraum unterstützen und Arbeitsplätze perspektivisch sichern. Erste Ansätze gibt es bereits im Rahmen der REGIONALE 2025, wie Stephan Santelmann, Vorstandsvorsitzender Region Köln/Bonn e.V. und Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises, betont: „Beim Rheinisch-Bergischen Kreis sind wir beispielsweise dabei, das Rechtsrheinische mit RadPendlerRouten mit der Rheinschiene zu vernetzen, aber dann auch ins Oberbergische hinein im Rahmen der REGIONALE 2025. Bei diesen Aufgaben kommt den Kreisen eine besondere Bedeutung im Sinne einer Vernetzungsfunktion zu. Das Agglomerationskonzept bietet uns jetzt die Grundlage, auf die wir schauen können, um von da aus konkrete Kooperationen und Projekte anzugehen.“  

Das betrifft auch die beiden REGIONALE Handlungsfelder „Fluss- und Talsperrenlandschaft“ und „Ressourcenlandschaft“. Aufgrund seiner Talsperren und den Wald- und Freiflächen leistet das Bergische RheinLand einen wichtigen Beitrag als Erholungs- und Ausgleichsraum für die dicht besiedelte Rheinschiene. Damit übernimmt das Gebiet eine wesentliche Funktion im Sinne der Naherholung und des Klimaschutzes. Nicht zuletzt durch die Produktion von regionalen Lebensmitteln ist das Bergische RheinLand eine zentrale Säule innerhalb der Region Köln/Bonn und trägt entscheidend zum Leitgedanken des Agglomerationskonzeptes „Region in Balance“ bei.

Das Agglomerationskonzept zum Download sowie weitere Informationen finden Sie unter: www.agglomerationskonzept.de und www.region-koeln-bonn.de

 

 

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