Ressourcenlandschaft

Im Handlungsfeld „Ressourcenlandschaft“ sollen Konzepte und Projekte qualifiziert und umgesetzt werden, die den Umgang und die Verwertung von Ressourcen im Bergischen RheinLand zukunftsfähig weiterentwickeln. Der Projektraum besitzt aufgrund seines Reichtums an unterschiedlichen Rohstoffen in diesem Bereich ein großes Potenzial. Ein intelligenter und neuartiger Umgang mit den im Raum vorhandenen Ressourcen soll im Bergischen RheinLand dazu beitragen, Innovationen anzustoßen, die langfristig neue Wertschöpfungsketten sowie Kompetenzfelder und Wirtschaftszweige eröffnen.

Dazu zählen zentrale Ansatzpunkte und ressourcenschonende Strategien wie Kreislaufbetrachtung, Wieder- oder Andersverwertung, Kaskadennutzungen, Veredlung und neue Stoffstrom- und Recyclingketten oder nachhaltiges Produktdesign zu Beginn der Produktionsketten. Diese Konzepte sind insbesondere vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen, wie z.B. dem Klimawandel, relevant. Sie verändern bisher linear und isoliert voneinander ablaufende Prozesse und können das Bergische RheinLand zu einer Vorreiterregion für ressourceneffiziente und regionale Produktion und Versorgung entwickeln.

Die Umsetzung solcher Anwendungen ist breit gefächert und in unterschiedlichen Bereichen denkbar: Forstwirtschaft, Landwirtschaft (Nahrungsmittel und nachwachsende Rohstoffe), Abfallwirtschaft, Bauwirtschaft, Industrie und verarbeitendes Gewerbe, Energiewirtschaft, Wasserwirtschaft, Landschaftspflege und weitere mehr. Kompetenzen in der nachhaltigen und effizienten Verwendung von Ressourcen sind in der Region bei verschiedenen Akteuren bereits vorhanden. Darauf aufbauend finden sich Kompetenzen im Umgang mit diesen Ressourcen und entsprechende Modellstandorte und Forschungskooperationen in der Region. Als Beispiel können hier die Wasserwirtschaft, die Land- und der Forstwirtschaft, das Kompetenzzentrum für Stoffumwandlung und Umwelttechnologie :metabolon oder auch die Energiewirtschaft genannt werden.

Im April wurde die Arbeitsgemeinschaft aus Wackerl Stadtplanung und GRETAS research&consulting beauftragt, die Ressourcen im Bergischen RheinLand zu bestimmen und mögliche Entwicklungspfade und prototypische Projekte aufzuzeigen. Parallel dazu soll ein „Regionales Wertschöpfungsmodell“ durch das Fachbüro STRATECO aus Graz erarbeitet werden, das die wirtschaftliche Dimension unterschiedlicher Ressourcennutzungen ermittelt. Die bestehenden  Strukturen und Akteure im Bergischen RheinLand aus der Forstwirtschaft, Landwirtschaft, Unternehmen und Abfallwirtschaft sind Ausgangspunkt für eine intelligente, regionale Ressourcenlandschaft. Sie werden von Beginn an in den Arbeitsprozess mit einbezogen. Dieses bis Ende 2019 erarbeite Konzept ist ein erster Meilenstein in einem mittelfristig angelegten Prozess. Eine aktivierende Kommunikation soll zur Projektentwicklung in diesem zukunftsträchtigen und Neuland erschließenden Themenfeld beitragen.

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