Förderung für Bergische Ressourcenschmiede

metabolon EFRE-Förderung
Im Rahmen des REGIONALE-Projektes Bergische Ressourcenschmiede soll der Standort :metabolon in Lindlar zu einem Hub für zirkuläre Wertschöpfung ausgebaut werden. Fotonachweis: Costa Belibasakis/TH Köln

Gute Nachrichten für das REGIONALE-Projekt Bergische Ressourcenlandschaft – Hub für zirkuläre Wertschöpfung: Das Vorhaben erhält Zuwendungen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Damit kann das Projekt in die konkrete Umsetzung gehen und in einer Pilotphase den Standort :metabolon in Lindlar um ein Ausstellungs- und Informationsgebäude erweitern. Das Gebäude legt den Grundstein für die Weiterentwicklung des Standorts zu einem Kompetenzstandort für zirkuläre Wertschöpfung im Bergischen RheinLand.

Ziel des Projektes Bergische Ressourcenschmiede – Hub für zirkuläre Wertschöpfung ist es, innovative Impulse für den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen im gesamten Projektraum zu setzen. Dafür wird der bestehende Forschungs- und Lernstandort auf der ehemaligen Deponie Leppe weiterentwickelt und zu einem Zentrum für regionale Kreislaufwirtschaft ausgebaut. Das Projekt leistet damit wichtige Beiträge für das REGIONALE-Kernthema Ressourcen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Einbindung von regionalen Akteuren und dem Wissensaustausch mit der ansässigen Wirtschaft. „Zirkuläre Wertschöpfung ist eines der großen Themen, mit denen wir uns in den kommenden Jahren beschäftigen“, sagt Prof. Dr. Klaus Becker, Vizepräsident für Forschung und Wissenstransfer der Technischen Hochschule Köln. „Mit dem Projektvorhaben Bergische Ressourcenschmiede wollen wir ein impulsgebendes Zentrum für Nachhaltigkeit und Ressourcen schaffen, Akteure vor Ort vernetzen und so wichtige Transformationsprozesse in der Region gestalten.“

Auch Jochen Hagt, Landrat des Oberbergischen Kreises und Verbandsvorsteher des Bergischen Abfallwirtschaftsverbands, ist von der Bedeutung des Projektes für den Projektraum überzeugt: „Die Umstellung von einer linearen hin zu einer zirkulären Wirtschaft funktioniert nur dann, wenn ein gesamtgesellschaftliches Umdenken erfolgt. Hierzu wird die Bergische Ressourcenschmiede einen wichtigen Beitrag für das Bergische Rheinland leisten.“

Umsetzung erfolgt schrittweise
Mit der EFRE-Förderung kann das Modul „Pilot zur Bergischen Ressourcenschmiede“ realisiert werden, das als erster Baustein im März 2021 vom Strukturförderprogramm REGIONALE 2025 Bergisches RheinLand mit dem A-Status ausgezeichnet wurde und damit die Empfehlung zur Umsetzung erhalten hat. Projektträger sind die Technische Hochschule Köln, der Bergische Abfallwirtschaftsverband sowie der Oberbergische Kreis und der Rheinisch-Bergische Kreis.

Während der mit 6,9 Millionen Euro geförderten Pilotphase soll zunächst ein Ausstellungs- und Informationscontainer mit Büroflächen auf dem Gelände von :metabolon entstehen. Hier wird die Vernetzungsstelle für zirkuläre Wertschöpfung ihre Arbeit aufnehmen und als Ansprechpartnerin für regionale Akteure aus den Bereichen Wirtschaft, Politik und Verwaltung agieren. Zudem sollen die Forschungshallen erweitert werden.

Nach der Pilotphase wird das Gesamtvorhaben schrittweise in mehreren Teilprojekten realisiert. Neben den im Pilot entstandenen Gebäuden soll ein neues Forschungs- und Transferzentrum entstehen. Dieses soll nachhaltig im Sinne der zirkulären Wertschöpfung errichtet werden und den Wissensaufbau und -ausbau unterstützen. Darüber hinaus sind experimentelle Module als Anschauungsbeispiel für flexibles und reversibles Bauen geplant. So sollen zum Beispiel die Laborgebäude sowie das Bistro vergrößert werden und ein modular erweiterbarer Start-up-Park entstehen. 

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